Einfaches Upcycling: Dosen aufpimpen

Es weihnachtet. Überall und jetzt dann doch ganz endgültig. Ich bin ja ein Weihnachtsmuffel. Okay, Plätzchen liebe ich über alles und kann nie widerstehen (wer hätte es gedacht), aber sonst finde ich Weihnachten sehr anstrengend und fast schon überflüssig. Auch der Geschenke-Terror geht mir gehörig gegen den Strich und entspricht auch nicht unbedingt meiner Weltanschauung (wer hätte es gedacht). Neben dem meist unnötigen Konsum entstehen dabei auch Tonnen an vollkommen unsinnigem Müll. Nicht nur, dass die meisten Geschenke irgendwie verpackt sind, natürlich sollen sie ja auch noch schön aussehen und werden dann nochmal verpackt. Versteht mich nicht falsch, jeder soll das Fest feiern, wie er möchte, doch es wäre natürlich schön, wenn dabei jeder ein wenig auf die Umwelt achten würde. Denn wenn jeder nur ein klein wenig mehr darauf achtet, wird insgesamt ganz schön viel auf die Umwelt geachtet. Ihr wisst ja, jeder einzelne Schritt zählt. Falls ihr Ideen braucht, wie ihr die Geschenke für eure Liebsten nachhaltig(er) verpacken könnt, bekommt ihr hier von mir heute und an den folgenden beiden Dienstagen kleine Verpackungsmöglichkeiten gezeigt. Vielleicht passt ja die eine oder andere Idee auch für euch?

Wie bereits oben geschrieben, mag ich den Geschenke-Wahnsinn an Weihnachten überhaupt nicht und klinke mich da auch meist erfolgreich aus. Ich mache zu Weihnachten keine „wirklichen“ Geschenke und möchte auch nichts geschenkt bekommen. Allerdings finde ich eine kleine Aufmerksamkeit ganz schön und verschenke gerne Selbstgemachtes aus der Küche (oder der Strickstube). Einfach eine „ich mag dich“, „ich hab an dich gedacht“ und „du bedeutest mir etwas“-Geste. (Klappt am besten, wenn man die Lieblingskekse von jemanden kennt ;).) Als bekennender Plastikverweigerer kann ich die Plätzchen nun aber schlecht in die überall verfügbaren kleinen durchsichtigen Plastiktütchen packen, das käme irgendwie komisch. Die letzten Jahre habe ich sie öfter in Blechdosen und schönen Gläsern verschenkt, allerdings habe ich meine schönen Dosen und Gläser selten zurück bekommen. Und da muss ich sagen, da bin ich dann schon ein wenig egoistisch. Also musste eine andere Lösung her. Gott sei Dank sind meine Eltern Nussliebhaber und snacken diese sehr gerne. Bei ihnen gibt es aber keinen Unverpackt-Laden und so werden die meisten Nüsse in diesen Blechdöschen gekauft. Als Lehrer braucht man ja ständig mal Döschen und Schächtelchen und so sammeln meine Eltern seit meinem Referendariat diese Döschen für mich. Da ich nun eher in der Sekundarstufe unterwegs bin, habe ich gar nicht mehr so viel Material, wofür ich die Döschen benötigte und so kam mir die Idee, diese Döschen für selbst gebackene Leckereien zu verwenden. Sie schließen weitgehend luftdicht, haben eine nette Größe und können individuell und vielfältig gestaltet werden!

Benötigtes Material

  • leere Döschen (am besten schon von Mama und Papa ausgespült 🙂 )
  • Geschenkpapier, Filz, Washi-Tape, Stoff, Poster, Kalenderblätter, Glitzerfolie, Straßenkarten…
  • Schere, Lineal, Stift
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Klebestift

Vorgehensweise

  1. Höhe und Umfang des Döschens ausmessen. Am besten geht das, wenn man ein Stück Schnur um die Dose legt und die Länge der Schnur abmisst.
  2. Maße auf das Geschenkpapier, den Karton oder was auch immer übertragen. Gerne 1-2 cm zum Überlappen lassen (außer bei Wellpapier). Streifen ausschneiden.
  3. Doppelseitiges Klebeband an die Dose anbringen.
  4. Mittig beim Klebeband den Papierstreifen gerade anbringen. Sauber um die Dose legen und das Ende des Streifens am doppelseitigen Klebeband befestigen.
  5. Überlappungsrand mit Klebestift festkleben.

Ich habe in dieser Runde zwei verschiedene Geschenkpapiere verwendet. Leider hatte ich kein „weihnachtliches“ Geschenkpapier, aber ich finde, dass vor allem die Tierdosen mega süß geworden und genau das Richtige für meine Nichte sind. Für die Schule habe ich früher hauptsächlich Wellpappe genommen, da meine blinden Schüler taktile Rückmeldung bekommen und mit verschiedenen Mustern auch die Dosen unterscheiden konnten. Die grünen Dosen sind mit Washi-Tape beklebt und beherbergen meinen losen Tee. Bei mir sind diese verschönerten Erdnuss-Dosen nicht nur an Weihnachten im Einsatz, sondern immer. Ich finde sie super praktisch und hübsch.

Dadurch, dass ich immer übrig gebliebenes oder „gebrauchtes“ Geschenkpapier, alte Straßenkarte oder sonstigen „Müll“ verwende, handelt es sich hierbei auch um ein klassisches Upcycling-Projekt. Wer keine große Lust auf diese Bastelaktion hat, kann auch leere (und natürlich ausgespülte) Gläser verwenden. Mit einem netten Band und einem kleinen Anhänger sehen auch die echt nett aus und der Beschenkte kann sich gleich über den Inhalt freuen:

Dieser Beitrag wandert zum Creadienstag, handmade on tuesday, Dienstagsdinge und einfach.nachhaltig.besser.leben. .

5 Kommentare bei „Einfaches Upcycling: Dosen aufpimpen“

  1. Hab deinen Blog heute über Creadienstag entdeckt und bin schlichtweg begeistert. Mein erster Gedanke war: „Ha, noch so eine Verrückte, die Dosen“ beklebt!! (Nicht böse gemeint) Ich verschenke auch schon lange nur plastikfrei und bin froh, (noch) eine Gleichgesinnte getroffen zu haben, wie es scheint.
    Deine Dosen sind wirklich sehr hübsch, vor allem die Tiermotive. Der Vorteil: so etwas würde man doch nicht gleich wegwerfen, wie man es z.B. mit Geschenkpapier macht, oder??
    Viele liebe Grüße

    Jeanne

    1. Liebe Jeanne,

      vielen Dank für deine lieben Worte! ich hoffe auch, dass die Dosen nicht gleich weggeworfen haben. Ich habe ja nichtmal das Geschenkpapier weggeworfen, aber leider machen das sehr viele…
      Bis bald, liebe Grüße,
      Ica

  2. Hallo, ich hab deinen Beitrag bei EiNaB entdeckt! Deine Nüsschendosenidee gefällt mir sehr gut. Hier werden zwar keine Nüsse genascht, aber ab und zu fällt doch mal eine Dose an, die man aufhübschen kann. Wenn du an weiteren nachhaltigen oder „zero-waste“-Geschenkideen interessiert bist, findest du vielleicht in meinem Blog Anregungen. Und ich freue mich, wenn du dort auch verlinken magst 🙂
    Herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/12/anl-36-zeit-statt-zeug-und-andere_14.html

    1. Liebe Traude,
      ich esse kaum Nüsse, die müssen alle meine Eltern futtern und dann die Dosen für mich sammeln.
      Werde die Verlinkung gleich nachholen und morgen, wenn ich etwas mehr Zeit habe, etwas länger in deinem Blog stöbern. Danke für den Link!
      Liebe Grüße,
      Ica

  3. Super, ich freu mich drauf! 🙂
    LG Traude

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