#gutesaufdenTeller – Der Einkauf im konventionellen Supermarkt

Zur Zeit läuft die Blogger-Aktion #gutesaufdenTeller, die von mamadenkt ins Leben gerufen wurde. Dabei werden wir (Marisa von mysustainableme, Laura und Nina von heuteistmusik und Lila von erdbeerpause) unsere Einkäufe in einem normalen Supermarkt mit einem unverpackt-Einkauf vergleichen. Mehr Infos zur Aktion findet ihr hier.

Woche 1 – Der Einkauf im Supermarkt

In Woche 1 steht der Einkauf bzw. stehen die Einkäufe in einem konventionellen Supermarkt an. Trotz Aktion gehe ich nur einmal die Woche einkaufen. Warum und wieso ich versuche, mit Einkaufszettel und Plan einzukaufen, habe ich hier schon einmal erläutert. Also Einkaufszettel geschrieben (der im übrigen nicht vor Vergessen schützt – ich dackel dann für Brot morgen nochmal zum Bäcker) und los gehts. Da ich die kommende Woche viel in der Kantine essen werde und mir eine liebe Freundin noch Schwarzwurzeln mitbringen wollte, brauche ich nicht viel, ein wenig frisches Obst und Gemüse und für das noch ausstehende Rezept Nudeln, passierte Tomaten und eingemachte Pfirsiche. Da der Supermarkt bei uns im Ort zur Zeit wegen Umbau geschlossen hat (Fußweg 15 Minuten), musste ich ein Stückchen mit dem Auto fahren. Eine Wegstrecke waren 10 Minuten mit dem Auto. Den Einkauf selbst hatte ich in 20 Minuten erledigt, allerdings hatte ich auch noch Pfand weggebracht. Im ersten Moment war ich froh, dass ich den Markt (und den Pfandautomaten!) problemlos gefunden habe, aber die Freude verflog in der Obst- und Gemüseabteilung schnell. Entweder kann ich loses Gemüse und Obst kaufen oder Bio-Qualität mit viel Plastik- und Pappverpackung drumrum. Dazu die Portionsgrößen: 4 Kiwi, 4 Zitronen, 1 Kilo Karotten… Da ich keine Lust hatte, die ganze Woche an Karotten rumzuknabbern, war ich ganz froh, dass ich lose Karotten aus der Region gefunden habe. Statt Kiwi und Orangen zu kaufen, habe ich jetzt halt nur Kiwis gekauft… Die Paprika, die ich heute beim Spieleabend als Gemüsesticks reichen wollte, wanderten auch unverpackt und konventionell in den Einkaufskorb. Beim Frischkäse (für die Gemüsesticks) gab es in Bio-Qualität nicht wirklich Auswahl0, dazu wie erwartet natürlich in Plastikverpackung. Da lobe ich mir doch meinen Käsestand auf dem Markt, der eine Auswahl hat und in die mitgebrachten Gläser füllt…. Werde jetzt selbst ein wenig würzen und mit Kräutern verfeinern. Immerhin Milch und passierte Tomaten konnte ich im Glas in Bio-Qualität finden. Bei den Pfirsichen gab es keine Möglichkeit Bio zu wählen, aber immerhin gab es eine Alternative in Glas, zu welcher ich dann gegriffen habe. So wie Rachel schon sagte, so kann ich einfach auch nicht auf Gläser verzichten. Klar hätte ich auch die billig-Angebote in der Konserve nehmen können, doch möchte ich trotz des Projektes nicht alle meine Vorstellungen über Bord werfen. Vermutlich habe ich deswegen auch gleich zu Hause alles aus der Plastikverpackung befreit.

Obwohl ich damit gerechnet habe, dass mich in der Obst- und Gemüseabteilung die Plastikflut erwartet, hat mich der Müll dann letztendlich doch frustriert.

Ein wenig Stolz bin ich jedoch, dass ich strikt an den Süßigkeiten vorbei gelaufen bin. Das erfordert bei mir immer sehr viel Willenskraft und wenn die Süßigkeiten dann so geballt da sind… Aber sie standen ja nicht auf dem Einkaufszettel. Außerdem habe ich noch sehr viele sehr reife Bananen zu Hause, die allesamt zu leckerer und süßer Bananenmilch verarbeitet werden wollen. Deswegen auch die viele Milch im Einkaufskorb.

Auf was habe ich denn jetzt bei diesem Einkauf den Fokus gelegt? Regional, bio, plastikfrei?! Es ist eine Mischung aus allem und das Schließen vieler Kompromisse. Kaufe ich die Tiermilch im Glas oder die vegane mit unglaublich vielen Zusatzstoffen im nicht recyclefähigen Tetrapak? Kaufe ich die regionale Bio-Gurke mit Plastik oder die konventionelle ohne Plastik aus Spanien? Und wie viele Kiwis will ich wirklich?! Zusammengefasst war ein „Augen-zu-und-durch“-Einkauf.

Beim Einkauf im Unverpackt-Laden und auf dem Markt weiß ich, dass alle Lebensmittel in bio-Qualität sind und kann die Menge selbst wählen, was in einem Single-Haushalt sehr angenehm ist, wenn man nicht die ganze Woche das gleiche essen möchte. Gespannt bin ich aber, wie die Kosten im Vergleich zum Einkauf im Supermarkt ausfallen werden… und den Zeitfaktor habe ich noch nie eingerechnet. Es wird spannend! Ich schau jetzt mal zu meinem Mitstreiterinnen, wie ihre erste Woche verlaufen ist…

Ein Kommentar bei „#gutesaufdenTeller – Der Einkauf im konventionellen Supermarkt“

  1. Alexander Obert sagt: Antworten

    Na da bin ich mal gespannt! 😉

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