Upcycling: Spind Make – Over

Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, habe ich aus dem Keller meiner Eltern einen Spind „befreit“, den mein Vater vor vielen vielen Jahren aus einem Lager mitgebracht hat. Damals stand ich auf blau. So richtig blau blau. Zusammen mit meinem Vater haben wir den Spind aus dem Keller gehievt und unter dem Carport – sehr zur Freude meiner Mutter – bearbeitet. Wir haben den Rost entfernt, den Spind sauber abgeschliffen und die Beine abgeflext, weil er sonst für seine vorhergesehene Rolle zu hoch war. Und dann haben wir ihn blau angesprüht. So richtig blau blau. (Die Freude meiner Mutter bestand übrigens darin, dass sie ein blaues Viereck auf dem Parkplatz hatte, rund um die Zeitungen, die wir zum Schutz ausgelegt hatten :D. ) So ungefähr sah der Spind dann aus, der erstmal mein Jugendzimmer schmückte:

Dieser Spind ist eines meiner heißgeliebten Möbelstücke und er musste seitdem auch immer tapfer in jede Wohnung mit umziehen. Unpraktisch fand ich allerdings immer, dass er nur im oberen Viertel ein Ablagebrett hat und man daher entweder enorm gut im Hochstapeln sein musste oder enorm viel Staufläche verlor. Also mussten neue Ablagen her. Mit einem Metallbohrer habe ich an zwei Höhen jeweils zwei Löcher gebohrt, logischerweise auch an den entsprechenden Stellen in den Zwischenwänden. Je nach Größe eures Bohres kann das echt problematisch sein, weil dieser dann nicht in den Spind hineinpasst.

Mithilfe von Inbus Flachkopfschrauben (Gewinde-Durchmesser 5mm), Unterlegscheibe und Mutter habe ich so jeweils 4 Ablageflächen für die zugesägten Regalbretter geschaffen:

Natürlich musste der Spind, nicht zuletzt wegen des vielen Stauraums, auch in meine neue Wohnung ziehen. Bei der Gelegenheit haben wir übrigens festgestellt, dass man ganz leicht die Türen aushängen kann. Wir haben diese Tatsache mitten im Treppenhaus festgestellt. Gleich dreifach. Nun gut, damit wusste immerhin das ganze Haus (/ganze Insel) Bescheid, dass ich nun auch da bin und fortan in Ilvesheim wohne…

Spindliebe hin oder her, aber die Liebe für dieses blau hält sich zwischenzeitlich in Grenzen. Da der Spind nun aber schon in der Wohnung stand und ich ihn -selbst ohne Türen – keine zwei Stockwerke tragen kann, musste das Überarbeiten in der Wohnung ablaufen. Also wurde der Spind auf Rollbretter gestellt, darunter eine Pappe. Alles einmal kurz mit der Hand anschleifen und dann mit einer Walze (die letzte Sprüherfahrung war prägend) die neue Farbschicht auftragen. Leider habe ich versäumt, ein Foto des wasserbasierten Lacks zu machen, es war allerdings der blaue Engel darauf. Da der Spind vorher wie bereits erwähnt blaublau war, musste ich zweimal, an einigen Stellen sogar dreimal drüber, bis kein Blau mehr durchkam. Doch der Aufwand hat sich meiner Meinung nach gelohnt, erstrahlt er nun in einem schönen dezenten „lichtgrau“ und bereichert mein Arbeitszimmer mit jeder Menge Stauraum!

Spind in lichtgrau

Dieser Beitrag wandert direkt zu handmadeontuesday, Creadienstags und den Dienstagsdingen! Nachträglich wandert dieser Beitrag auch noch zur Linkparty fix it – Reparieren ist Nachhaltig!

6 Replies to “Upcycling: Spind Make – Over”

  1. Dein Spind ist total cool. Naja blau wäre jetzt auch nicht meins, aber auch ich hatte ein Blau Phase. In grau gefällt er mir auf jeden Fall viel besser.
    Liebe Grüße
    Silke

    1. Danke. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja auch irgendwann noch eine Gelb- oder sonstwas-Phase. Ich weiß ja jetzt, wie es geht 😀
      Liebe Grüße,
      Ica

  2. Sehr Schön

  3. Hallo!

    Dein Spind ist wirklich super schön geworden! Das mit den Ablagefächern ist auch eine sehr gute Lösung!

    Kennst Du schon meine Linkparty „fix it – reparieren ist nachhaltig“? Dein Beitrag würde da auch sehr gut dazu passen, wenn Du Lust hast! Infos in der rechten Seiteleiste ganz oben auf meinem Blog.

    lg
    Maria

    1. Liebe Maria,

      danke! Ich kenne deine Linkparty, ich dachte nur nicht, dass der Spind thematisch passen würde. Gerne verlinke ich ihn!
      Liebe Grüße,
      Ica

      1. Hallo Ica!

        Ist ja auch eine Form von Reparatur, denn ohne die Überarabeitung hättest Du ihn nicht weiter verwenden können 🙂

        Ideen kann man nicht genug sammeln 🙂

        lg
        Maria

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